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Katharina Wackernagel
ist Vera Wegener
genommen. Das Kind kommt ohne Arme und mit nur einem Bein zur Welt, die Eltern sind schockiert. Kann eine einzige
Contergan-Tablette, die Vera während der Schwangerschaft wegen ihrer Schlafstörungen nahm, derartige Fehlbildungen
verursacht haben? Als deutlich wird, dass dem tatsächlich so ist, drängt Vera ihren Mann, den verantwortlichen Konzern mit
rechtlichen Mitteln zur Rechenschaft zu ziehen. Liebevoll kümmert sich Vera um ihre Tochter – und um ihre gesellschaftliche
Anerkennung, die ihr so oft verwehrt bleibt. Trotzdem hat Vera in all den Jahren viele Tiefschläge einzustecken. Auch die Frage,
was aus ihrer Ehe wird, lässt sie nicht los.
Katharina Wackernagel stammt aus einer Schauspielerfamilie und stand schon als Kind auf der Theaterbühne.
Als 17-Jährige wurde sie für die ARD-Serie Tanja entdeckt, die ihr 1998 den Goldenen Löwen als beste Serien-
darstellerin einbrachte. Hauptrollen übernahm sie in jüngster Zeit zum Beispiel in Schnee im Sommer (Regie:
Buket Alakus) und im ARD-Doku-Drama Ich Narr des Glücks – Das Leben des Heinrich Heine (Regie: Gordian
Maugg), in dem sie Heines Freundin und spätere Frau Mathilde spielte. Beide Produktionen wurden 2006
ausgestrahlt. Als Filmtochter des Therapeuten Bloch alias Dieter Pfaff stand sie 2001 erstmals vor der Kamera.
Seither wurden elf Folgen der ARD-Reihe ausgestrahlt. Weitere Rollen übernahm Katharina Wackernagel u.a. in Kai Wessels
Fernsehfilm Hat er Arbeit? (2000), im ARD-Zweiteiler Unser Pappa (2001, Regie: Thomas Jauch), im Thriller Am Ende die
Wahrheit (2002, Regie: Micki Rowitz) und in den Mehrteilern Das Wunder von Lengede (2003, Regie: Kaspar Heidelbach) und
Die Luftbrücke (2005, Regie: Dror Zahavi).
Weitere Auftritte hatte sie in dem Dokudrama Die letzte Schlacht (2005, Regie: Hans-Christoph Blumenberg) und in der
Liebeskomödie Bettgeflüster & Babyglück (2005, Regie: Annette Ernst). Hinzu kamen Kinofilme wie Sönke Wortmanns Das
Wunder von Bern (2003) und Die Boxerin (2006, Regie: Catharina Deus) mit einer wahrhaft kraftvollen Darstellung in der
Titelrolle. Außerdem brillierte sie in dem TV-Thriller Mein Mörder kommt zurück (2007, Regie: Andreas Senn). Darüber hinaus
wirkte Katharina Wackernagel in mehreren, teils selbst produzierten Kurzfilmen mit – immer in Zusammenarbeit mit ihrem
Bruder, dem Drehbuchautor Jonas Grosch. Er schrieb auch das Buch für den Kurzfilm Think positive, bei dem Katharina
Wackernagel Regie führte – mit großem Erfolg: Think positive wurde 1999 beim Filmfest Dresden mit dem Zuschauerpreis
ausgezeichnet.
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Benjamin Sadler
ist Paul Wegener
den Aufbau einer gemeinsamen Rechtsanwaltskanzlei. Als seine Frau Vera ein Contergan-geschädigtes Kind zur Welt bringt,
entschließt er sich gegen den Widerstand seines Partners, eine ebenfalls betroffene Frau vor Gericht zu vertreten. Auch
wenn Paul die Dimension des Arzneimittelskandals immer klarer wird – beim Pharmakonzern hat er es mit einem
übermächtigen Gegner zu tun. Zunehmend wird das Gerichtsverfahren auch zu einer schweren Belastung für Pauls Ehe.
Benjamin Sadler wurde in Kanada geboren, wo er auch seine ersten Lebensjahre verbrachte. Nach dem Abitur in
Deutschland studierte er Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art in London und belegte Workshops in
New York. Seine Fernsehkarriere in Deutschland begann Mitte der 90er Jahre zunächst mit einzelnen Auftritten in
Serien wie Alle lieben Julia (1994) und Freundschaft mit Herz (1996), bis ihn Regisseur Thorsten Näter für einen
Tatort vor die Kamera holte. Sein überzeugender Auftritt in der Folge Fetischzauber (1996) trug Benjamin Sadler
zahlreiche Rollenangebote in Fernsehkomödien, -krimis und-serien ein. So sah man ihn 1997 an der Seite von
Anna Thalbach in der Komödie Nackt im Cabrio (Regie: Sven Severin) und als Partner von Jennifer Nitsch in dem Krimi Schock –
Eine Frau in Angst (1998, Regie: Ben Verbong).
Seither ist der Schauspieler vom Bildschirm kaum wegzudenken. Neben Fernsehkrimis und -thrillern wie Verführt – Eine
gefährliche Affäre (1999, Regie: Michael Karen) und Der Kopp (1999, Regie: Michael Mackenroth) spielte er im preisgekrönten
TV-Drama Rosenzweigs Freiheit (1998, Regie: Liliane Targownik) und im Kinderfilm Spuk aus der Gruft. 2003 war er in gleich
zwei viel beachteten Produktionen zu sehen: im Fernsehen in dem mit einem Grimme Preis ausgezeichneten Zweiteiler Das
Wunder von Lengede (Regie: Kaspar Heidelbach), im Kino in dem erfolgreichen Historiendrama Luther (Regie: Eric Till). Er
übernahm tragende Rollen auch in dem ARD-Film Sehnsucht nach Liebe (2004, Regie: Erwin Keusch) als Partner von Barbara
Rudnik, in der Krimireihe Ein starkes Team: Ihr letzter Kunde und in der Komödie Bettgeflüster & Babyglück (Regie: Annette
Ernst, beide 2005). Der Zweiteiler Dresden (2006, Regie: Roland Suso Richter) machte Sadler weit über die Grenzen des
deutschen Sprachraums hinaus bekannt. So folgten als internationale Co-Produktion die groß angelegte Tolstoj-Verfilmung
Krieg und Frieden (Regie: Robert Dornhelm / Brendan Donnison) sowie in Italien der TV-Film Caravaggio (Regie: Angelo
Longoni, beide 2007) und die filmische Aufarbeitung deutscher Kriegsverbrechen in Hotel Meina (Regie: Carlo Lizzani), ein Film,
der in diesem August seine glanzvolle Premiere beim Festival von Venedig erlebte. In Deutschland spielte Benjamin Sadler
zuletzt an der Seite von Herbert Knaups im TV-Thriller Augenzeugin (Regie: Markus Rosenmüller), der im kommenden Jahr
ausgestrahlt wird.
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Hans-Werner Meyer
ist Horst Bauer
der Contergan auf den Markt gebracht hat. Denn gerade von diesem und anderen Unternehmen erhofft sich Horst lukrative
Mandate. Die Spannungen zwischen den Partnern wachsen, aus den Freunden von einst werden langsam Gegner.
Hans-Werner Meyer gehört heute zu den gefragtesten Schauspielern der jüngeren Generation. Nach seiner
Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover hatte der gebürtige Hamburger seit 1990
Engagements am Münchner Residenztheater und seit 1993 an der Berliner Schaubühne. Bereits 1994 war er
erstmals auf der Leinwand zu sehen: in Joseph Vilsmaiers Neuverfilmung des Kästner-Romans Charlie & Louise
– Das doppelte Lottchen. Auch andere namhafte Regisseure holten ihn danach vor die Kamera. So arbeitete er
u.a. mit Martin Enlen (Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde, 1995), Nico Hofmann (Es geschah am hellichten
Tag, 1997) und Bodo Fürneisen (Gefährliche Wahrheit, 1998). Für die Filmbiografie Marlene (2000) engagierte Joseph Vilsmaier
den vielseitigen Schauspieler noch einmal – diesmal für die Rolle des Joseph von Sternberg. Im gleichen Jahr erhielt
Hans-Werner Meyer den Bayerischen Fernsehpreis für herausragende Leistungen in dem Fernsehfilm Und morgen geht die
Sonne wieder auf und in der erfolgreichen Krimiserie Die Cleveren.
Weitere hochkarätige Filmarbeiten schlossen sich an: In der Bernd Eichinger-Produktion Vera Brühne (2001, Regie: Hark Bohm)
stand Hans-Werner Meyer neben Corinna Harfouch vor der Kamera. Viel Lob erhielt seine Darstellung eines Familienvaters, der
sein homoerotisches ›Coming out‹ erlebt, in dem Film Eine außergewöhnliche Affäre (2002, Regie: Maris Pfeiffer). Große
Beachtung fand auch der ARD-Fernsehfilm Zwei Tage Hoffnung (2003, Regie: Peter Keglevic) über den 17. Juni 1953. Zuletzt
brillierte Meyer in so unterschiedlichen Rollen wie der des Profi-Sportlers in Diethard Klantes Ich will laufen – Der Fall Dieter
Baumann (2004), der des langsam wahnsinnig werdenden Offizierssohns in Der weiße Afrikaner (2004, Regie: Martin Enlen),
in der Rolle des Thomas Menz in Doppelter Einsatz – Der Fluch des Feuers (2005, Regie: Gregor Schnitzler), als unmoralischer
Banker in Was für ein schöner Tag (2005, Regie: Rolf Silber) und als schillernder Mafioso in dem internationalen Vierteiler Im
Zeichen des Drachen (2007, Regie: Antonello Grimaldi), seiner ersten Hauptrolle in einer internationalen Produktion. Als Vater,
der spät sein entführtes Kind wiederfindet, überzeugte er im TV-Drama Die andere Hälfte des Glücks (2007, Regie: Christiane
Balthasar). Neben Henry Hübchen spielte er die Hauptrolle in der Bestsellerverfilmung Mordshunger (2007, Regie Robert Pejo).
Zuletzt war Hans-Werner Meyer in der Regie von Lutz Konermann in einer Hauptrolle in dem Eventfilm Prager
Botschaft (2007) und in der Komödie Das Geheimnis von Loch Ness (2007, Regie: Michael Rowitz) zu sehen.
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Caroline Peters
ist Hanne Bauer
Vera ihre Tochter zur Welt bringt, ist Hanne entsetzt. Denn auch sie hat Contergan eingenommen, ungewiss ist nur, ob sie zu
dem Zeitpunkt schon schwanger war. Als sie ein gesundes Kind zur Welt bringt, ist sie überglücklich. Umso mehr fehlt ihr
das Verständnis dafür, dass ihrem Mann scheinbar jedes Mittel recht ist, um sich als Wirtschaftsanwalt einen Namen zu
machen.
Caroline Peters wuchs in Köln auf und absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater des
Saarlandes. Sie stand für die Fernsehproduktionen Wilsberg – isst vietnamesisch (Regie: Buddy Giovinazzo) und
Polizeiruf 110 – Vergewaltigt (Regie: Christian von Castelberg, beide 2005) vor der Kamera, ebenso wie für den
Münster-Tatort 3x schwarzer Kater (2003, Regie: Buddy Giovinazzo) sowie für Die Affäre Semmeling (2002, Regie:
Dieter Wedel) und Schluss mit lustig (2001, Regie: Isabel Kleefeld). Außerdem feierte Caroline Peters mit der
Kinoproduktion Schöne Frauen (2004, Regie: Sathyan Ramesh) Erfolge. Vielbeachtet wurde ihre Hauptrolle im
ARD-Thriller Arnies Welt (2005). Gemeinsam mit Regisseurin Isabel Kleefeld und ihren Filmpartnern Jörg Schüttauf und Matthias
Brandt erhielt sie für ihre bewegende Darstellung einer Kleptomanin in diesem Jahr den begehrten Grimme Preis.
Im Kino sah man Caroline Peters im israelischen Film Walk on Water (2004, Regie: Eytan Fox). Doch nicht nur vor der Kamera,
sondern vor allem auch auf der Bühne hat sich die Wahlberlinerin einen Namen gemacht. Am Burgtheater Wien spielte sie in
König Lear (Regie: Luc Bondy), Salome (Regie: Dimiter Gotscheff) und Hallo, Hotel …(Regie: René Pollesch) sowie an der
Volksbühne in Berlin in Telefavela und Cappuccetto Rosso (Regie: René Pollesch). Als Co-Produktion mit den Salzburger
Festspielen entstand Martin Kusejs Inszenierung von Nestroys Höllenangst, das vom ORF in diesem Jahr gesendet wurde.
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